
Liebe Eltern der 5. Jahrgangsstufe,
uns allen ist bewusst: Eine der wichtigsten Aufgaben, die die Schule zu vermitteln hat, ist das Lesen. Ohne diese grundlegende Fähigkeit können Erfolg im Beruf, Studierfähigkeit und andere Zukunftsziele nicht erreicht werden.
Allerdings ist auch bekannt, dass die Lesefreude im Laufe des Heranwachsens stetig abnimmt. Wenn man davon ausgeht, dass Kinder im Kindergartenalter Geschichten geradezu verschlingen, zeigt sich von dieser Begeisterung bei vielen Jugendlichen nur noch wenig. Die Angebote der Schulen reichen offenbar nicht aus, das Leseinteresse über die Pubertät hinaus zu stabilisieren.
Welche Wege gibt es, das Lesen bei Kindern und Jugendlichen zu einer Leidenschaft zu machen? Gute Erfolge in der Praxis hat das Internetprogramm „Antolin“ zu verzeichnen, das sich die grundlegende Leseförderung zum Ziel gesetzt hat und Schülerinnen und Schüler nachhaltig zum Lesen motiviert.
Und das funktioniert so: Die Schule, in unserem Fall das Simon-Marius-Gymnasium, erwirbt die Lizenz zur Nutzung des Internetprogramms „Antolin“. Die Klassleiter der teilnehmenden Jahrgangsstufen richten für jede Schülerin/jeden Schüler ein persönliches (virtuelles) Lesekonto ein, in dem über seine Lesetätigkeit Buch geführt wird. Die Stadt- und Schulbücherei stellt eine große Anzahl der Bücher, die in dem Programm zur Bearbeitung vorgesehen sind, zur Ausleihe zur Verfügung. Jedes dieser Bücher ist auf dem Buchrücken mit dem Antolin-Raben versehen. Nach jedem Buch, das gelesen wurde, beantwortet der Schüler über sein Konto Fragen zu der betreffenden Lektüre. Für jede richtige Antwort gibt es Punkte, die dem Konto gutgeschrieben werden. Der Lehrer kann jedes der Konten einsehen und die Leseleistung auswerten.
Die 5., 6. und 7. Klassen unseres Gymnasiums nehmen an dieser Lesefördermaßnahme teil.
Dabei ist dieses Projekt als zusätzliches Angebot für die Kinder gedacht, der Schwerpunkt der Nutzung wird außerhalb des Unterrichts liegen. Wir bitten Sie um Verständnis, dass eine Bearbeitung der Fragen während des Deutschunterrichts nur in Ausnahmefällen möglich ist, wenn die Lehrkraft die Möglichkeit sieht, die Ergebnisse in den Ablauf zu integrieren. Der Lehrplan am Gymnasium beinhaltet sehr viele unterschiedliche Lerninhalte, die beiden Computerräume der Schule sind normalerweise durch den Informatikunterricht belegt. Deshalb ergeht an Sie folgende Bitte: Wenn Sie einen Internetanschluss haben, erlauben Sie Ihrem Kind, das Lesekonto von zu Hause aus zu bearbeiten. Lassen Sie sich die Ergebnisse zeigen, nehmen Sie teil an der Leseentwicklung Ihres Kindes.
Für alle Familien, die keinen Internetanschluss besitzen, stehen in der Stadt- und Schulbücherei Computerarbeitsplätze zur Verfügung. Auch in unseren Aufenthaltsräumen im Haus C (Mensa) können die fünf vorhandenen Computer-Arbeitsplätze benutzt werden. Auf diese Weise hat jedes Kind die Möglichkeit, an diesem Projekt teilzunehmen.
Fragen Sie bei Ihrem Kind nach, lassen Sie sich die Lese-Konto-Seite zeigen, betrachten Sie die erreichten Punkte, loben und ermuntern Sie. Gehen Sie nicht davon aus, dass die Schule es schon alleine richten wird; auch Sie können viel für die Lesemotivation Ihres Kindes tun.
Für Ihre Unterstützung bedanken wir uns schon im Voraus.
Des Weiteren verpflichtet das Konzept „Mehr lesen – mehr verstehen“ des bayerischen Kultusministeriums alle Schulen Bayerns, für weitere Leseanreize zu sorgen. Dies betrifft nicht nur das Fach Deutsch, welches hierbei natürlich eine Leitfunktion einnimmt, sondern alle Fachschaften. In einem kultusministeriellen Schreiben vom 11.8.2007 heißt es:
Neben der durch den Fachlehrplan verlangten Lektüre
sind von den Schülern im Fach Deutsch pro Halbjahr zwei bis drei
weitere Ganzschriften zu lesen. Darüber hinaus einigen sich die
Fachlehrkräfte der einzelnen Klassen darauf, in welchen drei weiteren
Fächern die Schüler ihrer Klasse im Verlauf des Schuljahres je eine
Ganzschrift verpflichtend lesen. Denn auch Sachbücher der
anderen Fächer bieten reichhaltige Lese- und Gesprächsanlässe.
Um die Ganzschrift-Lektüre in den außer Deutsch beteiligten Fächern sicherzustellen, wurden Listen mit Buchtiteln erstellt, die von den Fachkollegen als besonders sinnvoll erachtet werden. Diese Aufstellung finden Sie als Anhang an diesen Elternbrief. Alle Bücher, die hier aufgeführt sind, können in der Stadt- und Schulbücherei ausgeliehen werden (vgl. Spalte „Signatur“). Die Listen sollen Ihnen als Eltern aber auch Unterstützung bieten, wenn Sie für den Geburtstags-, Weihnachts- oder Ostertisch ein Buchgeschenk für Ihre Kinder suchen.
Wie Sie anhand der Leselisten erkennen können, sind die Fachschaften Biologie, Geografie und Mathematik in der Jahrgangsstufe 5 in das Leseförderprogramm eingebunden. Die Rückmeldung über gelesene Bücher erfolgt allerdings an die jeweiligen Deutschlehrer, die mit ihren Klassen dann geeignete Maßnahmen durchführen werden, die die Leseleistung betreffen.
Aber auch Sie als Eltern können hier wieder unterstützend eingreifen: Vielleicht lesen Sie ja ein Buch gemeinsam mit Ihrem Sohn oder Ihrer Tochter oder lassen sich Inhalte erzählen und diskutieren dann darüber. Auch im Familienkreis kann der Lesestoff immer wieder Gesprächsanlässe bieten.
Für alle Jahrgangsstufen werden, wie bereits in den vorangegangenen Jahren, Autorenlesungen, Vorträge oder Theateraufführungen durchgeführt, die die Lust am Lesen und an der Auseinandersetzung mit Literatur und ihrer Entstehung wecken und fördern sollen.
Ziel aller genannten Maßnahmen ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu lebenslangen Lesern zu machen und sie zu befähigen, Texte zu verstehen, zu verfassen, zu bewerten, auszuwerten u.v.m. Dies ist ein Teil unseres Erziehungs- und Bildungsauftrages, für den wir Ihre tatkräftige Unterstützung erbitten und erhoffen.
Mit freundlichen Grüßen
OStDin S. Weigel OStRin R. Wittmann
Schulleiterin 2. Fachbetreuerin Deutsch
Schulbibliotheksbeauftragte
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Sehr geehrte Eltern der 6. Und 7. Jahrgangsstufe,
wie Sie sich vielleicht erinnern können, wurde Ihnen im letzten Schuljahr mittels eines Elternbriefes das Konzept „Mehr lesen – mehr verstehen“ des bayerischen Kultusministeriums vorgestellt, das alle Schulen Bayerns verpflichtet, neue Wege der Leseförderung zu suchen und umzusetzen. Bereits seit zwei Jahren haben Ihre Kinder die Möglichkeit, unterstützt durch die Deutschlehrer, am Leseprogramm „Antolin“ teilzunehmen.
Auch die Leselisten mit Buchtiteln, die von den Fachkollegen als besonders sinnvoll erachtet werden, wurden laut Aussage der Mitarbeiter in der Stadt- und Schulbücherei sehr gut angenommen. Deshalb führen wir dieses Projekt auch in diesem Jahr fort.
Folgende Fachschaften sind in das Leseförderprogramm eingebunden:
6. Klassen: Englisch, Sport, Geschichte
7. Klassen: Religion/Ethik, Latein/Französisch, Kunst/Musik.
Die Rückmeldung über gelesene Bücher erfolgt wieder an die jeweiligen Deutschlehrer, die mit ihren Klassen dann geeignete Maßnahmen durchführen werden, die die Leseleistung betreffen.
Für die Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe wird im Zeitraum vom 11. Januar 2009 bis zum 2.7.2010 des Schuljahres in Zusammenarbeit mit der Stadt- und Schulbücherei ein ganz besonderes Projekt angeboten: das Freie Lesen.
Freies Lesen bedeutet, dass sich die Klassen abwechselnd einmal pro Woche für eine Schulstunde in die Stadt- und Schulbücherei begeben, um dort zu lesen. Um alle Fächer und Kollegen gleichmäßig zu „belasten“, wechselt die Stunde wöchentlich nach einem festgelegten Schema. Die Klassen werden von dem Lehrer der jeweiligen Stunde in die Räume der Bücherei begleitet und beaufsichtigt.
Die Schüler der letztjährigen 7. Klassen nahmen mit Begeisterung an diesem Projekt teil.
Für alle Jahrgangsstufen werden, wie bereits in den vorangegangenen Jahren, Autorenlesungen, Vorträge oder Theateraufführungen durchgeführt, die die Lust am Lesen und an der Auseinandersetzung mit Literatur und ihrer Entstehung wecken und fördern sollen.
Ziel aller genannten Maßnahmen ist es, unsere Schülerinnen und Schüler zu lebenslangen Lesern zu machen und sie zu befähigen, Texte zu verstehen, zu verfassen, zu bewerten, auszuwerten u.v.m. Dies ist ein Teil unseres Erziehungs- und Bildungsauftrages, für den wir Ihre tatkräftige Unterstützung erbitten und erhoffen.
Mit freundlichen Grüßen
OStDin S. Weigel OStRin R. Wittmann
Schulleiterin 2. Fachbetreuerin Deutsch
Schulbibliotheksbeauftragte
==> Lektürevorschlaege (PDF)
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