Marius-Jahr 2014: Marius entdeckt die Welt des Jupiter vor 400 Jahren

Die Weltsensation war perfekt: In einer kalten Januarnacht war einem Bediensteten des Ansbacher Grafen am Fenster seines Observatoriums im Schloss eine ungeheuerliche Entdeckung gelungen, auf die er sich zunächst keinen richtigen Reim machen konnte! Ohne das High-Tech-Gerät, ein gerade neu entwickeltes Fernrohr, das man ihm und seinem Freund Fuchs aus Belgien geschickt hatte, wäre das nicht möglich gewesen.

Und: der hochberühmte Professor Galileo Galilei an der Universität von Padua war auf derselben Spur! Allerdings konnte der seine Erkenntnisse bei der nächsten Vorlesung sofort seinen Studenten mitteilen und noch in diesem Jahr 1610 in Buchform veröffentlichen.

Für Marius war dies ein größerer Act - erst vier Jahre später war sein Buch Mundus Iovialis zu lesen: Von Europa und Kallisto, von Io und Ganymed - weit draußen im Weltenall! Die erlaubten sich, als kleine Himmelskörper nicht die Erde zu umkreisen, wie sich das ja wohl gehört hätte! Nein, sie liefen offenbar als winzige, silbrig leuchtende Monde auf ihren eigenen Bahnen rund um den hell glänzenden Riesenplaneten Jupiter.

Die Konsequenzen dieser Entdeckungen konnte Marius nicht recht voraussehen: Die Vorstellung, die man bisher von der Welt hatte, sollte sich sehr bald grundlegend ändern ...

Vierhundert Jahre nach Veröffentlichung des Mundus Iovialis sind auch wir Heutigen uns der überragenden Bedeutung des Gunzenhauseners bewusst und feiern im "Marius-Jahr 2014" den fränkischen Galilei, nach dem auch unser Gymnasium benannt ist.

 

 

 

 

 
Simon Mayr von Gunzenhausen                    


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